Vielen ArcGIS Einsteigern oder Umsteigern sind die Vorteile des ArcGIS-eigenen Geodatabase-Formates nicht ersichtlich. Deshalb hier meine Top 5 der Geodatabase-Vorteile:
5. Skalierbarkeit
Bei kleinen Projekten, bei denen sowohl Menge als auch Komplexität der Daten nicht besonders groß ist, können ohne Probleme die “kleinsten” Ausbaustufen der Geodatabase verwendet werden. Sollten die Projekte irgendwann wachsen, so kann mühelos auf eine größere Geodatabase-Variante umgestellt werden. Die Daten werden dann einfach im Katalog mittels “copy & paste” von der einen in die andere Datenbank kopiert.
4. Speicherung von Beschriftungen
Im ArcView 3.x konnten Beschriftungen und Texte nur über über Avenue-Makros in externen (Text-) Dateien gespeichert werden. In der Geodatabase können Sie automatisch oder manuell erstellte Betextungen in einer Geodatabase als sog. Annotation-Feature-Class speichern. Dann können Sie diese als normalen Layer jedem Kartendokument in ArcMap hinzufügen und wieder verwenden.
3. Rasterkataloge und Mosaic Datasets
Haben Sie Ihre Rasterdaten über die gesamte Festplatte verteilt, brauchen Sie nicht jedes einzelne Rasterbild suchen und in ArcMap als einzelnen Layer laden. Vielmehr können Sie einen Rasterkatalog oder ein Mosaic Dataset erstellen, der bzw. das auf die einzelnen Bilddateien verweist und es dadurch erlaubt, alle Bilddateien auf einmal zu laden und als einen Layer zu behandeln.
2. Validierung von Attributen und Geometrien
Durch die Verwendung von Subtypes und Attributdomänen kann eine höhere Qualität der Attribute von GIS-Daten gesichert werden. Durch die Vorgabe von Wertelisten oder Bereichen gehören Fehlerquellen wie Zahlen- und Buchstabendrehern der Vergangenheit an.
Die Verwendung von topologischen Regeln zielt auf die Qualitätssicherung der Geometrien. Nur die Geodatabase erlaubt es, ein flexibles Regelwerk für die Lage von GIS-Objekten zueinander zu modellieren.
1. Automatische Aktualisierung von Standardfeldern wie Shape_Area und Shape_Length
Im Geodatabase-Format gibt es die Standardfelder Shape_Area bzw. Shape_Length, die immer aktuelle Werte für jedes Objekt anzeigen. Das bedeutet, dass sowohl bei manuellen Editierungen als auch bei Verschneidungsoperationen, bei denen die Flächengröße bzw. Linienlänge geändert wird, die jeweiligen Felder aktualisiert werden.
Für Shapefiles muss man leider solche Felder über die Funktion “Werte berechnen” oder “Geometrie berechnen” jedes mal per Hand aktualisieren.
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