Interaktion von AutoCAD und ArcGIS über Plugin

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Aug 062012
 

Letzte Woche gab es bei einem weiteren Live Training Seminar von ESRI wieder einmal eine Neuerung aus dem Hause ESRI zu bestaunen: das neue Plugin ArcGIS for AutoCAD. Bevor ich das Seminar sah, konnte ich mir nicht so richtig etwas darunter vorstellen, aber dann war ich ziemlich überrascht. Es handelt sich – sehr ungewöhnlich – um ein Plugin von ESRI für AutoCAD! Man erhält dadurch ArcGIS-Technologie in AutoCAD. Und das Erstaunlichste ist, dass das Plugin kostenlos ist.

Was kann man mit dem Plugin nun machen? Aus meiner Sicht sind die wesentlichen Pluspunkte die Folgenden:

  1. Hinzufügen von WMS-Diensten in AutoCAD
  2. Editierung von Daten in einer ArcSDE ohne ArcGIS Desktop
  3. Verbesserte Vorbereitung der CAD-Datenstrukturen für die Verarbeitung in ArcGIS

Die Leistungen des Plugins im Detail:

Zu 1.: Gerade für den Bereich der Hintergrundvisualisierung fehlen häufig geeignete Daten. Durch die Möglichkeit, WMS-Dienste einzubinden, erschließen sich weitreichende Anwendungsfelder.

Zu 2.: Leider können lokal gespeicherte Daten nicht editiert werden, weder Shapefiles noch File oder Personal Geodatabases. Nun, das ist verständlich, schließlich soll das Plugin kein Ersatz für eine vollwertige ArcGIS Lizenz sein. Die Editierung ist beschränkt auf die Features von WFS-Diensten. Dazu werden die Features zunächst auf den lokalen PC übertragen, dort editiert und dann wieder an den WFS-Server zurück geschickt. Als WFS-Server kommt natürlich ArcGIS for Server in Betracht, der die Daten aus einer ArcSDE bereitstellen kann. Aber auch die bekannten Vertreter der Open Source Community wie bspw. GeoServer sind geeignet.

Zu 3.: Das ist wirklich sehr schick: Man kann nun über das Plugin schon auf Ebene des dwg’s über die Definition von Filtern und Abfragen Featureklassen definieren, die dann als solche in ArcGIS erkannt werden. Dadurch müssen sie nicht mehr mühselig über select-by-attribute in ArcGIS voneinander separiert werden. Die bisherigen Standard-CAD-Featureklassen wie z.B. Polyline umfassen weiterhin alle Features, die über das Plugin definierten Klassen werden aber zusätzlich angezeigt. Die Filter können individuell über Layer, LineType etc. erstellt werden.

Wem diese kurze Zusammenfassung nicht ausreicht, der sollte in nächster Zeit nach der Aufzeichnung des Seminars Ausschau halten.

 

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Editierung in ArcGIS 10 wie unter ArcGIS 9.3.1 ohne Featurevorlagen

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Jul 302012
 

Die Editierung von Geodaten wurde in ArcGIS 10 dahingehend geändert, dass nun Feature-Vorlagen definiert und verwendet werden. Das bereitet einigen Nutzern Schwierigkeiten bei der Umgewöhnung.
Das, was hier aussieht, als wäre das Bild manipuliert, ist wirklich wahr: Man kann sich in ArcGIS 10 noch die Editor-Werkzeugleiste aus ArcGIS 9 einblenden.

ArcMap 9.3.1 Editor-Werkzeugleiste Aufgabenliste in ArcGIS 10Das geht nur über einen Trick:
Über das Zusatzprogramm AdvancedArcMapSettings.exe im Verzeichnis <ArcGIS-Installationspfad>\Utilities deaktiviert man im Register „Editor“ die Checkbox „Create features using templates“.

ArcMapAdvancedSettings.exe Fangfunktion Editierung

Nach einem Neustart von ArcMap hat man dann wie in alten Zeiten die Aufgaben- und Ziel-Layer-Liste zur Verfügung.

Möchte man darüber hinaus noch die alte Fangumgebung benutzen, gibt es auch dafür eine Lösung: Man aktiviert im Dialog „Editoroptionen“ im Register „Allgemein“ die Checkbox „Klassische Fangfunktion verwenden“.

Editor Optionen klassische Fangfunktion aktivieren
Ein Klick auf den Eintrag „Editor > Fangen > Fenster Fangen“ blendet nun das alte Fenster Fangumgebung wieder ein.

ArcMap Editor Fangumgebung 9.3.1

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Python Add-Ins in ArcGIS 10.1

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Jun 182012
 

Letztens habe ich mir das Live Training Seminar zur Erstellung von Python Add-Ins in ArcGIS 10.1 angeschaut und bin ziemlich begeistert. Durch die neue Integration von Python rückt die Sprache immer mehr in den Kern von ArcGIS und es eröffnen sich zahlreiche neue Möglichkeiten, um sich die tägliche Arbeit mit dem Programm zu erleichtern.

Die Palette reicht von simplen Aktionen nach Klick auf einen Button bis hin zu komplexen Erweiterungen, die bei bestimmten auftretenden Ereignissen ihre Funktionen ausführen. Andrew hat in seinem Blog eine gute kurze Übersicht dazu geschrieben.

Für die Integration wird der Add-In Wizard zur Verfügung gestellt. Dieser macht es einfach, das benötigte Add-In Projekt zu erstellen und in ArcGIS verfügbar zu machen. Der Wizard erstellt auch schon die grundsätzliche Dateistruktur für den Python Quellcode. Jetzt muss eigentlich „nur noch“ die Programmlogik geschrieben werden.

Womit ich noch nicht zufrieden bin, sind die eingeschränkten Möglichkeiten beim Debuggen der Skripte. Wenn sich ein ArcGIS-Nutzer mit wenig Python-Entwicklungserfahrung traut, ein Skript zu erstellen, wird er vermutlich ziemlich schnell auf Fehler treffen, die er nicht erklären und nachvollziehen kann. Hier kann der immer wiederkehrende Zyklus aus Fehlerbehebung im Code, Installieren und Testen in ArcMap recht schnell zu Frust führen, wenn keine aussagekräftigen Fehlermeldungen kommen. Es wird hier empfohlen, im Quellcode ab und zu print Befehle einzufügen. Dadurch werden zumindest deren Ausgaben im ArcGIS Python Fenster ausgegeben. Es ist zu hoffen, dass hier in Zukunft weitere Möglichkeiten hinzukommen.

Bei dem Training Seminar hatte ich noch die Frage gestellt, ob es in Zukunft wieder ein Objektmodell-Diagramm geben wird wie es in Version 9.3 noch zur Verfügung stand. Das wurde leider verneint und nur auf die Hilfe verwiesen. Schade, wirklich schade! Zumindest gibt es mittlerweile eine inoffizielle Version für das geoprocessing mit arcpy.

Jetzt bin ich allerdings erst einmal auf das nächste Release gespannt und freue mich auf den ersten Praxistest.

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